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PBS-Markenartikel 2017

Büroartikel überholen Schreibgeräte und Papier

Anders als von den einschlägigen Beratungsunternehmen der Branche zuletzt über „PBS-Artikel“ berichtet, hat sich der Wachstumstrend bei den Markenprodukten aus den Bereichen Papier (P), Büro (B) und Schreiben (S) nicht grundlegend umgekehrt. Zumindest in Deutschland konnten die Hersteller im Verband der PBS-Markenindustrie, Düsseldorf, im vergangenen Jahr 2016 und in den ersten vier Monaten dieses Jahres weiter zulegen.

Wie der Verband nach seiner Frühjahrs-Konferenz 2017 vom 29. Juni in Aachen jetzt mitteilte, haben sich die Deutschland-Umsätze durchweg positiv entwickelt. Im gewichteten Durchschnitt legten die PBS-Markenfirmen im vergangenen Jahr im Inland um 5,4 Prozent zu. Dabei trug der Bereich Schreiben mit einem Plus von 10 Prozent am meisten dazu bei, gefolgt von Büro mit 3,3 Prozent, nur im Bereich Papier stagnierten die Inlandsumsätze.

Insgesamt blickten die Markenhersteller auf ein 2016 zurück, das ihnen durchschnittlich vier-prozentige Umsatzzuwächse bescherte. Auch hier schnitten die Bereiche Schreiben mit etwa 7 Prozent und Büro mit etwa 1,5 Prozent besser ab als der Bereich Papier, der sich im Jahresvergleich leicht rückläufig entwickelte.

„In den ersten vier Monaten dieses Jahres zeigten sich bei PBS-Markenartikeln gleich drei Entwicklungen,“ resümierte Thorsten Streppelhoff, edding, der zusammen mit Torsten Jahn, Pelikan, dem Verband der PBS-Markenindustrie vorsteht. Streppelhoff: „Die deutlichen Wachstumssprünge beim Thema Erwachsenen-Malen lassen sich im Moment nicht weiter fortschreiben. Eine positive Umsatzentwicklung rührt von der stabilen konjunkturelle Lage auf dem Arbeitsmarkt. Und drittens stehen Markenartikel gegenüber NoNames und Private Label weiterhin hoch im Kurs unserer Kunden.“

„Von breiter Enttäuschung also keine Spur,“ ergänzt Torsten Jahn und verweist auf die gewichteten Umsatzergebnisse Januar bis April 2017. Dies lagen in Deutschland bei durchschnittlich + 1,3 Prozent. Der Bereich Papier verzeichnete leichte Umsatzzuwächse in eben dieser Höhe, der Bereich Büro legte um fast 6 Prozent zu und auch die Hersteller im Bereich Schreiben mussten keine Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahrszeitraum hinnehmen (+ 0,2 %). Einzige Wermutstropfen waren Umsatzrückgänge von PBS-Markenfirmen in einzelnen Exportländern, so dass sich ein durchschnittliches gewichtetes Umsatzergebnis von – 0,5 Prozent für die ersten vier Monate ergab. Als Herausforderungen für den Jahresverlauf beschrieb der Verband die Fortsetzung der Suche nach neuen Sortimenten und Innovationen. Hier bleibe der stationäre Handel unverändert eine wesentliche Säule der Vermarktung von PBS-Produkten.

Zur Intensivierung des Austauschs mit dem Handel engagiert sich der Verband der PBS-Markenindustrie seit einiger Zeit schon in den etablierten Arbeitsgruppen für die Diskussion von Zukunftsthemen mit den Verantwortlichen aus den unterschiedlichen Handelsunternehmen. Streppelhoff: „Dieser konstruktive Austausch eröffnet sowohl den Industrie- wie den Handelsunternehmen immer wieder aufs Neue breitere Einblicke und ein besseres Verständnis für die Themen und Herausforderungen der anderen Seite. Wir sehe dies als wesentliche Voraussetzung, das hohe Leistungsniveau unserer Branche beim Verkauf und Vertrieb von PBS-Markenprodukten im Interesse der Kunden aufrecht zu erhalten.“

Der Verband der PBS-Markenindustrie mit Sitz in Düsseldorf vertritt die Interessen der 47 marktrelevanten Markenfirmen der Papier-, Büro- und Schreibwaren-Industrie.